1,9 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor dem Terror. (Aktion Deutschland Hilft)
Die Lage im Irak ist dramatisch. Die radikalislamistischen Kämpfer des IS (vormals ISIS) verbreiten im Norden des Landes Terror und Entsetzen. Hunderttausende mussten vor den Kämpfern fliehen, die meisten von ihnen Christen und Jesiden. (Malteser International)
Augenzeugen berichteten von Massenerschießungen, Menschenraub und weiteren Grausamkeiten. Die Verbrechen der Terrorgruppe sind nach Einschätzung von Amnesty „ethnische Säuberungen von historischem Ausmaß”. (Amnesty International)
Auf ihrer Flucht aus der Gebirgsregion haben viele Vertriebene Blätter und Baumrinde gegessen, um zu überleben. (Amnesty International)
(Bild: Tagesspiegel)
Väter und Mütter mussten mit ansehen, wie ihre Söhne und Töchter verdursteten, verhungerten oder vor Schwäche tot umkippten. „Meine drei Kinder sind auf der Flucht gestorben“, sagt Saleh, der es mit seiner Frau aus dem Sindschar-Gebirge herausgeschafft hat. „Ihre Leichen mussten wir zurücklassen.“ Er zeigt keinerlei Regung, während er von dieser Tragödie spricht. (Amnesty International)
Tausende BewohnerInnen der christlichen Stadt Qaraqosh sind geflohen, nachdem IS über Nacht dort eingefallen war. Sie hatten keine Zeit, irgendetwas mitzunehmen – noch nicht einmal ihre Ausweispapiere. Die Stadt ist nun in der Gewalt von IS. (Amnesty International)
Seit Januar 2014 sind 2 Millionen Iraker durch die Gewalt vertrieben worden. Noch immer leben 700.000 Menschen in nicht fertig gestellten Gebäuden, in Schulen, Gemeindegebäuden und in Parks. Das UN-Flüchtlingshilfswerk verteilt für die kalte Jahreszeit Hilfe an 660.000 Flüchtlinge. Darunter sind Öfen, Heizmaterial, Decken und Baumaterial zur Verstärkung der Unterkünfte, damit die Familien nicht frieren müssen. (Uno-Flüchtlingshilfe)
(…) die Flüchtlinge haben selten wintertaugliche Kleidung, da sie nur das auf der Flucht mitgenommen haben, was sie tragen konnten. (Uno-Flüchtlingshilfe)